Netto Brutto Rechner Teilzeit 2026

Netto Brutto Rechner Teilzeit-Vergleich: Miniaturfigur in Freizeitkleidung steht auf einem mittleren Münzstapel, während im Hintergrund höher positionierte Vollzeitkräfte auf größeren Stapeln stehen – symbolischer Gehaltsvergleich zwischen Teilzeit und Vollzeit im Makro-Stil vor weißem Hintergrund.

Teilzeit bedeutet nicht automatisch schlechtes Gehalt, aber du solltest genau wissen, was nach Steuern und Abzügen übrig bleibt. Ob du 20, 25 oder 30 Stunden pro Woche arbeitest: Der Netto Brutto Rechner für Teilzeit hilft dir, dein tatsächliches Auszahlungsgehalt realistisch einzuschätzen und zu prüfen, ob dein Stundenlohn überhaupt dem Markt entspricht.

1. Wie wird das Teilzeitgehalt berechnet?

Das Bruttogehalt in Teilzeit ergibt sich anteilig aus dem Vollzeitgehalt. Bei einem Vollzeit-Bruttogehalt von 3.000 € und einer Reduktion auf 20 von 40 Stunden wäre das theoretisch 1.500 € brutto pro Monat. Von diesem Betrag werden dann – genau wie bei Vollzeit – Steuern und Sozialabgaben abgezogen.

Der entscheidende Unterschied: Bei niedrigerem Brutto greift ein niedrigerer Steuersatz. Dank des progressiven Steuertarifs fällt die prozentuale Abzugsquote in Teilzeit geringer aus als in Vollzeit – du behältst also einen höheren Anteil deines Bruttos als Netto. Das macht Teilzeit finanziell oft attraktiver als auf den ersten Blick gedacht.

2. Netto-Beispiele für Teilzeit 2026

Die folgenden Werte gelten für Steuerklasse 1, gesetzlich krankenversichert, ohne Kirchensteuer:

10 Std./Woche (Minijob-Grenze bis 556 € brutto): ca. 556 € netto – keine Abzüge im Minijob

20 Std./Woche, ca. 1.300–1.800 € brutto: ca. 1.050–1.450 € netto

25 Std./Woche, ca. 1.600–2.200 € brutto: ca. 1.270–1.730 € netto

30 Std./Woche, ca. 1.900–2.700 € brutto: ca. 1.480–2.060 € netto

32 Std./Woche, ca. 2.000–2.900 € brutto: ca. 1.560–2.200 € netto

Die genauen Werte hängen stark vom Beruf, der Region, der Steuerklasse und der Krankenkasse ab. Für eine individuelle Berechnung nutze unseren Gehaltsrechner – dort kannst du direkt „Teilzeit (20 Std.)“ als Vertragsart auswählen.

3. Minijob, Midijob oder Teilzeit – was ist besser?

Die Wahl des Beschäftigungsmodells hat erhebliche Auswirkungen auf dein Netto und deine Absicherung:

Minijob (bis 556 € brutto)

Vorteil: Du bekommst das volle Brutto ausgezahlt – keine Lohnsteuer, keine Sozialabgaben auf deiner Seite. Der Arbeitgeber trägt Pauschalabgaben.

Nachteil: Kaum eigene Rentenansprüche (du kannst aber auf Rentenversicherung optieren), keine Arbeitslosenversicherung, kein Krankengeld bei längerer Erkrankung.

Midijob (556–2.000 € brutto)

Vorteil: Du bist vollständig sozialversichert – mit deutlich reduzierten Sozialabgaben dank des Übergangsbereichs. Das Netto ist dadurch proportional höher als bei regulärer Teilzeit.

Nachteil: Etwas geringere Rentenansprüche durch die reduzierten Beiträge.

Reguläre Teilzeit (ab ca. 2.000 € brutto)

Vorteil: Volle Sozialversicherung, volle Arbeitnehmerrechte auf anteiliger Basis, klare Gehaltsstruktur.

Nachteil: Normaler Steuersatz greift, höhere Abzüge als im Midijob-Bereich.

4. Welche Abzüge fallen in Teilzeit an?

Die Abzüge in Teilzeit sind dieselben wie in Vollzeit – nur auf ein niedrigeres Brutto angewendet:

Lohnsteuer: Abhängig von Steuerklasse und Bruttohöhe – bei niedrigem Teilzeitgehalt oft sehr gering oder null (unterhalb des Grundfreibetrags).

Krankenversicherung: 7,3 % plus Zusatzbeitrag der Kasse (2026 durchschnittlich 2,9 %)

Pflegeversicherung: 1,7 bis 2,4 % je nach Kinderzahl

Rentenversicherung: 9,3 %

Arbeitslosenversicherung: 1,3 %

Im Midijob-Bereich (556–2.000 €) gelten reduzierte Sätze durch den gesetzlichen Übergangsbereich.

5. Steuerklasse und Teilzeit – was du wissen solltest

Die Steuerklasse wirkt sich auch in Teilzeit erheblich auf dein Netto aus. Besonders relevant für Teilzeitkräfte:

Wer in Steuerklasse 5 ist (Ehepartner in Klasse 3), zahlt trotz niedrigem Teilzeitgehalt oft überproportional viel Lohnsteuer. In solchen Fällen lohnt der Wechsel zu Steuerklasse 4/4 oder ein Faktorverfahren.

Wer in Steuerklasse 1 ist und wenig verdient (unter ca. 1.048 € brutto pro Monat), liegt unter dem monatlichen Grundfreibetrag und zahlt gar keine Lohnsteuer.

6. Deine Rechte als Teilzeitkraft

Als Teilzeitkraft hast du dieselben Rechte wie Vollzeitbeschäftigte – anteilig auf deine Stunden gerechnet. Das bedeutet:

Urlaub: Anteiliger Anspruch, berechnet auf Basis deiner Wochentage.

Gehaltsentwicklung: Du hast Anspruch auf dieselben Gehaltserhöhungen und Tarifanpassungen wie Vollzeitkollegen – anteilig.

Sozialleistungen: Vollständige Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung (außer im Minijob).

Gleichbehandlung: Du darfst nicht schlechter gestellt werden als vergleichbare Vollzeitkräfte – das regelt das Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG).

7. Ist dein Teilzeitlohn marktgerecht?

Viele Teilzeitkräfte wissen nicht, ob ihr Stundenlohn dem Markt entspricht. Dabei ist genau das der entscheidende Ausgangspunkt: Wer zu wenig verdient, verliert Geld – nicht nur einmalig, sondern Monat für Monat.

Unser kostenloser Gehaltsrechner unterstützt auch Teilzeit direkt: Wähle deinen Beruf, deine Region und klicke auf „Teilzeit (20 Std.)“ – und du siehst sofort eine realistische Brutto-Spanne für genau deine Situation. Wenn du feststellst, dass dein Stundenlohn unter dem Markt liegt, ist jetzt der richtige Moment, aktiv zu werden.

Die Daddel Video-Jobbörse zeigt dir regionale Arbeitgeber, die gezielt Teilzeitkräfte suchen und dich als Person kennenlernen wollen, nicht nur als Bewerbungsunterlagen. Per Video bewirbst du dich in unter drei Minuten – persönlich, direkt und ohne langen Papierkram.

8. Fazit: Netto Brutto Rechner Teilzeit als Orientierung

Der Netto Brutto Rechner für Teilzeit ist ein wichtiges Werkzeug – er zeigt dir, was von deinem Brutto tatsächlich übrig bleibt. Doch mindestens genauso wichtig ist die Frage dahinter: Verdienst du überhaupt, was du verdienen solltest?

Wer seinen Stundenlohn kennt, seinen Marktwert prüft und aktiv nach besseren Möglichkeiten sucht, hat den entscheidenden Vorteil. Denn Teilzeit bedeutet nicht Kompromiss bei der Vergütung – es bedeutet Flexibilität. Und die sollte fair entlohnt werden.


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