Social Recruiting Höchstadt an der Aisch | Fallstudie Fujifilm Medwork

Stefan Wirth, Geschäftsführer der Fujifilm Medwork GmbH in Höchstadt an der Aisch, im Video-Interview über Social Recruiting

Es gibt Projekte, bei denen der entscheidende Satz schon im ersten Meeting fällt. Bei der Fujifilm Medwork GmbH am Medworkring in Höchstadt an der Aisch war es dieser: „Das muss doch günstiger gehen.“

Gemeint war die Personalbeschaffung. Offene Stellen wurden über Zeitarbeit abgedeckt, das eigene Team war am Limit, und dringend gebrauchtes Personal blieb aus. Drei Monate später lagen 294 Leads und rund 200 Bewerbungen auf dem Tisch, bei einem Werbebudget von 1.229,03 Euro.

Dieser Beitrag zeigt, was dahintersteckt. Nicht als Werbeprospekt, sondern als nachvollziehbare Rechnung für alle Unternehmen in Höchstadt an der Aisch und Umgebung, die gerade dasselbe Problem haben.

1. Die Ausgangslage: Wenn Zeitarbeit zur Dauerlösung wird

Fujifilm Medwork entwickelt und produziert in Höchstadt medizintechnische Instrumente für die therapeutische Endoskopie. Ein Standort mit über 140 Mitarbeitenden, hoher Fertigungstiefe und entsprechend anspruchsvollen Anforderungen an Sorgfalt und Hygiene in der Produktion.

Das Problem war kein exotisches. Es ist das Problem, das wir in fast jedem Erstgespräch in der Region hören:

  • Offene Stellen wurden über Zeitarbeit abgedeckt. Das funktionierte irgendwie. Die Schichten liefen, die Produktion stand nicht still. Genau das ist die Tücke: Zeitarbeit fällt nicht als Problem auf, solange man sie nicht hochrechnet.
  • Das eigene Team war am Limit. Wer dauerhaft Lücken über Springer und Leihkräfte schließt, belastet die Stammbelegschaft: Einarbeitung, Qualitätssicherung, Fluktuation. Jedes Mal von vorn.
  • Die wahren Kosten waren nicht sichtbar. Erst als der Stundensatz hochgerechnet wurde, wurde aus einem operativen Behelf eine betriebswirtschaftliche Frage. Rechnen Sie es für Ihren Betrieb einmal durch: Stundensatz mal Stunden mal Monate. Die Zahl, die dabei herauskommt, ist der eigentliche Anlass für dieses Projekt gewesen.

2. Unser Ansatz: keine Stellenanzeige, sondern ein sichtbarer Arbeitgeber

Der naheliegende Reflex wäre gewesen: Stellenanzeige schalten, auf Jobportalen ausspielen, warten. Genau das haben wir nicht gemacht.

  • Keine klassischen Stellenanzeigen. Eine Stellenanzeige beantwortet die Frage „Was sollen Sie tun?“. Sie beantwortet nicht die Frage, die Kandidaten tatsächlich stellen: „Wie ist es, dort zu arbeiten?“
  • Echte Creatives, echte Gesichter, kein Stockfoto-Theater. Wir haben das Unternehmen so gezeigt, wie es wirklich ist. Menschen aus der Produktion, echte Arbeitsplätze, echte Abläufe. Das ist unbequemer als eine Bildagentur-Lizenz, aber es ist der einzige Weg, der bei regionalen Kandidaten funktioniert, weil die Nachbarin womöglich im Nebengebäude arbeitet und sofort merkt, ob das Bild stimmt.
  • Social Ads, die zwei Jobs gleichzeitig erledigen. Die Kampagnen haben nicht nur Bewerbungen eingesammelt. Sie haben Fujifilm Medwork als Arbeitgeber in der Region sichtbar gemacht. Dieser zweite Effekt ist der, den die meisten unterschätzen und der später den größten Unterschied gemacht hat.

Genau dieses Zusammenspiel aus Employer Branding und bezahlter Reichweite ist der Kern unserer Arbeit als Social Recruiting Agentur. Wer nur Anzeigen schaltet, kauft Aufmerksamkeit. Wer vorher an der Arbeitgebermarke arbeitet, verdient sie sich.

3. Die Zahlen: 294 Leads, rund 200 Bewerbungen, 1.229,03 € Budget

Wir reden gern über Strategie. Aber am Ende zählt, was messbar ist. Deshalb hier die Kampagnendaten offen auf den Tisch:

Laufzeit 3 Monate
Ausgeschriebene Position Produktionshelfer (m/w/d)
Generierte Leads 294
Tatsächliche Bewerbungen rund 200
Gesamtbudget 1.229,03 €
Kosten pro Lead 4,18 €
Kosten pro Bewerbung knapp 6 €

Knapp 6 Euro pro Bewerbung. Zum Einordnen: Auf klassischen Jobportalen liegen die Kosten pro Bewerbung je nach Branche und Region deutlich höher, bei gleichzeitig längerer Wartezeit und in der Regel weniger Kandidaten, die überhaupt aus dem direkten Umkreis kommen.

Und die ehrlichere Vergleichsgröße ist ohnehin eine andere: Was kostet eine einzige Zeitarbeitskraft in drei Monaten? Stellen Sie diese Zahl neben 1.229,03 Euro. Diese Gegenüberstellung ist der Grund, warum das Projekt überhaupt zustande kam.

4. Der unterschätzte Nebeneffekt: Stellen, die nie ausgeschrieben waren

Ausgeschrieben war eine Stelle. Besetzt wurden am Ende mehrere Positionen. Darunter Stellen, die zum Kampagnenstart noch gar nicht ausgeschrieben waren.

Das ist kein Zufall und auch kein Glück. Das ist der Mechanismus dahinter:

Wenn ein Unternehmen über Wochen in den Feeds der Region sichtbar ist, entsteht etwas, das keine Stellenanzeige erzeugen kann – Bekanntheit als Arbeitgeber. Menschen, die sich auf die eine ausgeschriebene Stelle nicht beworben haben, wussten trotzdem, wer Fujifilm Medwork ist. Als andere Positionen frei wurden, kannten sie den Namen bereits, hatten Gesichter im Kopf und meldeten sich von selbst.

Das ist der Unterschied zwischen Recruiting und Employer Branding:

  • Recruiting besetzt eine Stelle. Danach beginnt es wieder bei null.
  • Employer Branding baut einen Bewerberpool auf, der auch dann noch da ist, wenn die Kampagne längst gestoppt wurde. Jede weitere Besetzung wird dadurch günstiger und schneller.

5. Warum Social Recruiting in Höchstadt an der Aisch besonders gut funktioniert

Höchstadt liegt in einer der wirtschaftlich stärksten Regionen Deutschlands und genau das ist für Arbeitgeber vor Ort Chance und Problem zugleich.

Der Wettbewerb um Fachkräfte ist real. Erlangen, Herzogenaurach, Forchheim und Nürnberg sind für viele Beschäftigte in Pendeldistanz. Wer als mittelständischer Arbeitgeber im Landkreis Erlangen-Höchstadt nicht sichtbar ist, konkurriert mit Konzernen, die es sind.

Genau darin liegt Ihr Vorteil. Sehr viele Menschen im Umkreis pendeln nicht gern. Kurzer Arbeitsweg, planbare Schichten, ein Betrieb, den man kennt. Das sind harte Argumente, wenn sie jemand hört. Bei Social Ads können Sie den Radius exakt setzen: Höchstadt, Adelsdorf, Gremsdorf, Lonnerstadt, Mühlhausen, Vestenbergsgreuth, Uehlfeld, Wachenroth, Röttenbach, Hemhofen, Weisendorf, Heßdorf, Schlüsselfeld, Pommersfelden und weiter Richtung Neustadt an der Aisch und Forchheim.

Regionale Streuverluste sind das teuerste Problem im klassischen Recruiting. Ein überregionales Jobportal spielt Ihre Anzeige an Menschen aus, die niemals zu Ihnen fahren würden. Ein regional ausgesteuerter Social Ad erreicht ausschließlich die Menschen, für die Ihr Standort tatsächlich in Frage kommt. Der Unterschied zeigt sich unmittelbar in den Kosten pro Bewerbung.

In der Region kennt man sich. Das ist der Punkt, an dem Authentizität kein Marketingwort mehr ist, sondern eine Bedingung. Wir sind selbst in der Region verwurzelt. Unter anderem als Partner der Höchstadt Alligators, für die wir das Trikot-Design der Oberliga-Saison 26/27 gestaltet haben. Wer hier Werbung macht, die nicht zum Betrieb passt, wird spätestens am Stammtisch korrigiert.

6. Für wen das übertragbar ist und für wen nicht

Ehrlichkeit gehört zur Beratung dazu. Social Recruiting ist kein Universalwerkzeug.

Besonders gut funktioniert es bei: Produktion und Fertigung, Handwerk, Pflege und Gesundheitswesen, Logistik, Gastronomie und Hotellerie, technischen Ausbildungsberufen sowie überall dort, wo Sie viele Positionen im gleichen Profil besetzen. Also genau bei den Betrieben, die den Landkreis Erlangen-Höchstadt wirtschaftlich tragen.

Schwieriger wird es bei: hochspezialisierten Positionen mit einer sehr kleinen Zielgruppe im Umkreis, Führungspositionen auf oberster Ebene und Rollen, für die es bundesweit nur wenige hundert passende Menschen gibt. Hier greifen andere Instrumente. LinkedIn, Active Sourcing, Direktansprache.

Und es scheitert zuverlässig, wenn: der Bewerbungsprozess danach nicht mitzieht. 200 Bewerbungen nützen nichts, wenn sich zwei Wochen niemand meldet. Schnelligkeit in der Rückmeldung ist kein Nice-to-have, sie ist Teil der Kampagne. Wer Motivation und Persönlichkeit schon vor dem ersten Gespräch sehen will, bekommt genau dafür unsere Video-Jobbörse.

7. Die drei häufigsten Einwände aus dem Erstgespräch

„Bei uns in der Branche funktioniert Social Media nicht.“ Medizintechnik in einem Reinraumumfeld ist ungefähr die unglamouröseste Vorstellung von Social Media, die man haben kann. Es hat trotzdem funktioniert, weil es nicht um die Branche geht, sondern darum, ob die Menschen, die Sie suchen, ein Smartphone besitzen. Sie tun es.

„So viele Bewerbungen wollen wir gar nicht bearbeiten.“ Ein berechtigter Punkt. Volumen ohne Prozess ist Belastung, nicht Entlastung. Deshalb wird die Vorqualifizierung mitgeplant: klare Filterfragen im Funnel, Video statt Anschreiben, eine sortierte Übersicht statt 200 E-Mails. Sie entscheiden, wie eng der Trichter oben ist.

„Wir haben gerade kein Budget dafür.“ Das ist der Einwand, der bei Fujifilm Medwork zur Gegenfrage geführt hat. Denn das Budget ist bereits da, es fließt nur in Zeitarbeit, in Überstunden der Stammbelegschaft und in unbesetzte Kapazität. Die Frage ist nicht, ob Sie Geld für Personalbeschaffung ausgeben. Die Frage ist, wofür.

8. Fazit: Sichtbarkeit schlägt Stundensatz

Was dieses Projekt zeigt, lässt sich in vier Sätzen zusammenfassen:

  • Eine ausgeschriebene Stelle, rund 200 Bewerbungen, mehrere besetzte Positionen – bei 1.229,03 Euro Werbebudget über drei Monate.
  • Der größte Hebel war nicht die Anzeige, sondern die Entscheidung, das Unternehmen echt zu zeigen.
  • Regionale Aussteuerung senkt die Kosten pro Bewerbung drastisch, weil keine Reichweite an Menschen verschwendet wird, die ohnehin nicht kommen würden.
  • Der Effekt hält an: Bekanntheit als Arbeitgeber wirkt auch auf Stellen, die noch gar nicht ausgeschrieben sind.

Wenn Sie einen Betrieb in Höchstadt an der Aisch, im Landkreis Erlangen-Höchstadt oder im Umkreis führen und gerade dieselbe Rechnung im Kopf haben: Sie müssen uns nicht glauben. Rechnen Sie Ihre aktuellen Kosten für Zeitarbeit, unbesetzte Stellen und Überstunden zusammen und stellen Sie die Zahl daneben.

Wir zeigen Ihnen im Erstgespräch, wie Ihre Kampagne konkret aussehen würde, mit realistischen Zahlen für Ihre Branche und Ihre Region. Weitere Projekte finden Sie in unseren Fallstudien.

Video: hier geht’s zum Interview mit Stefan Wirth


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